Es ist dringend erforderlich, dass nicht nur der HbA1c Wert stimmt, sondern schon ab Diagnosestellung an mögliche Spätkomplikationen gedacht wird. Diabetesforscher Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Pfützner aus Mainz gibt hier seine Empfehlungen.
Das hochsensible CRP (hs-CRP) hat sich in vielen Studien als guter Vorhersagewert für die Abschätzung des kardiovaskulären Risikos bewährt.
Sulphonylharnstoffe setzt Prof. Pfützner nicht ein, da sie die Betazellen des Pankreas nur "ausquetschen", ohne einen positiven Effekt auf das Langzeitergebnis des Diabetikers zu haben.
Hingegen senkt Pioglitazon die Insulinresistenz. Auch die Kombination von Insulin mit Pioglitazon oder Metformin macht Sinn und führt zu einer Stabilisierung des Zuckerstoffwechsels. Pioglitazon ist jedoch das einzige Antidiabetikum, das eine effektive Wirksamkeit gegen die metabolische und auch die vaskuläre Insulinresistenz hat.
Quelle: Leading Opinions Kardiologie & Gefässmedizin, 03/2010
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24.11.10
Neuer Test für Darmkrebsvorsorge
Weltweit erkranken 1,17 Millionen Menschen jährlich an Darmkrebs. Die Sterbequote liegt bei 603.000 Patienten pro Jahr. Ein neuer Test zur Darmkrebsfrüherkennung ist nun verfügbar: M2-PK
Mehr als 90% aller Darmkrebserkrankungen entwickeln sich in einem Zeitraum von 10-15 Jahren aus einem Darmpolypen. Der neue Schebo M2-PK bedient sich eines Tricks: er misst den veränderten Stoffwechsel eines Enzyms, das man bei Tumorzellen findet.
Im Vergleich mit dem Hämoccult, der nur Blut im Stuhl nachweist, hat der Schebo eine deutlich höhere "Trefferquote": bei Polypen < 1 cm 20-28,6 % (Hämoccult 0-18,2%), bei Polypen > 1 cm 20-61,5% (Hämoccult 20-30,8%).
Die Wahrscheinlichkeit an einem Darmkrebs zu erkranken steigt ab 50 Jahren deutlich an. Somit bietet der Schebo eine einfache Möglichkeit einer Früherkennung. Bei einem positiven Test sollte dann eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
Der Schebo M2-PK ist ab sofort in unserer Praxis für CHF 66.90 erhältlich.
Quelle: Expertenkonferenz vom 12.10.2010 in Zürich
Mehr als 90% aller Darmkrebserkrankungen entwickeln sich in einem Zeitraum von 10-15 Jahren aus einem Darmpolypen. Der neue Schebo M2-PK bedient sich eines Tricks: er misst den veränderten Stoffwechsel eines Enzyms, das man bei Tumorzellen findet.
Im Vergleich mit dem Hämoccult, der nur Blut im Stuhl nachweist, hat der Schebo eine deutlich höhere "Trefferquote": bei Polypen < 1 cm 20-28,6 % (Hämoccult 0-18,2%), bei Polypen > 1 cm 20-61,5% (Hämoccult 20-30,8%).
Die Wahrscheinlichkeit an einem Darmkrebs zu erkranken steigt ab 50 Jahren deutlich an. Somit bietet der Schebo eine einfache Möglichkeit einer Früherkennung. Bei einem positiven Test sollte dann eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
Der Schebo M2-PK ist ab sofort in unserer Praxis für CHF 66.90 erhältlich.
Quelle: Expertenkonferenz vom 12.10.2010 in Zürich
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Schebo Biotech AG
23.11.10
Weltraummedizin, Atherosklerose und Inflammation
Im Verkehrshaus Luzern fand kürzlich eine Fortbildung über Entzündungen statt.
CRP-Werte über 10 mg/l zeigen eine Infektion an, im Bereich von 1-8 mg/l zeigt das hoch sensible CRP (hs-CRP) eine geringgradige Inflammation. Es zeigte sich, dass Personen mit erhöhtem hs-CRP ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte aufweisen.
Statine senken CRP in ähnlicher Weise wie LDL-Cholesterin. Die Studie PROVE-IT TIMI 22 hat gezeigt, dass der Nutzen einer Statintherapie am grössten ist, wenn LDL-Cholesterin unter 1,8 mmol/l und hs-CRP unter 2 mg/l gesenkt werden.
Die Jupiter-Studie ist die erste Primärpräventionsstudie mit einem Statin, die eine signifikante Senkung der Gesamtsterblichkeit gezeigt hat, auch wenn nur das hs-CRP > 2 mg/l erhöht war. In dieser Studie wurden die LDL-Werte um 50% auf 1,4 mmol/l gesenkt.
Quelle: CARDIOVASC 2010/5
CRP-Werte über 10 mg/l zeigen eine Infektion an, im Bereich von 1-8 mg/l zeigt das hoch sensible CRP (hs-CRP) eine geringgradige Inflammation. Es zeigte sich, dass Personen mit erhöhtem hs-CRP ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte aufweisen.
Statine senken CRP in ähnlicher Weise wie LDL-Cholesterin. Die Studie PROVE-IT TIMI 22 hat gezeigt, dass der Nutzen einer Statintherapie am grössten ist, wenn LDL-Cholesterin unter 1,8 mmol/l und hs-CRP unter 2 mg/l gesenkt werden.
Die Jupiter-Studie ist die erste Primärpräventionsstudie mit einem Statin, die eine signifikante Senkung der Gesamtsterblichkeit gezeigt hat, auch wenn nur das hs-CRP > 2 mg/l erhöht war. In dieser Studie wurden die LDL-Werte um 50% auf 1,4 mmol/l gesenkt.
Quelle: CARDIOVASC 2010/5
Periphere Gefässkrankheit oft übersehen!
Eine neue Untersuchung zeigt, dass bei KHK-Patienten eine gleichzeitig bestehende arterielle Verschlusskrankheit meist nicht diagnostiziert wird.
Eine Arbeitsgruppe aus New York bestimmte den Knöchel-Arm-Index (ABI) bei 800 Patienten, die zur Koronarangiographie eingewiesen wurden. Ein Quotient von 0,9 bis 1,2 gilt als normal. Je kleiner der Quotient wird, desto größer ist das Ausmaß der Durchblutungsstörung. Bei jedem sechsten Patienten (15%) wurde eine zuvor nicht bekannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) entdeckt.
Quelle: CARDIOVASC 2010/5
Eine Arbeitsgruppe aus New York bestimmte den Knöchel-Arm-Index (ABI) bei 800 Patienten, die zur Koronarangiographie eingewiesen wurden. Ein Quotient von 0,9 bis 1,2 gilt als normal. Je kleiner der Quotient wird, desto größer ist das Ausmaß der Durchblutungsstörung. Bei jedem sechsten Patienten (15%) wurde eine zuvor nicht bekannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) entdeckt.
Quelle: CARDIOVASC 2010/5
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